MediEvil Music

Lord Landless
Thesilée und Silva, ca. 2001 – Foto (c) Kirstin Tanger

Die Band Lord Landless wurde im Jahr 2000 von zwei musikalischen Autorinnen gegründet: Silva – Erzieherin aus Lüneburg. Autodidaktin an der Gitarre, ausgebildet im Gesang. Mit musikalischen Wurzeln im Punk und Rock, die erste Band Femme Fatale von 1996 bis 1999, während das Angebot, ein Schlagersternchen zu werden, ausgeschlagen wurde. Silvas Lieder sind Momentaufnahmen, hinter denen zwar komplexe Geschichten stecken können, aber deren Schwerpunkt mehr auf den Gefühlen liegt

und Thesilée – Bibliothekarin und Buchhändlerin aus Aachen, derzeit vom Ehrgeiz beseelt, Berufsautorin zu werden. Klassischer Gitarrenunterricht, Mandola im Selbststudium, Gesangsunterricht. Gitarre und Gesang in der Folkgruppe der Musikschule der Stadt Dülmen von 1991 bis 1993. Thesilee schreibt seit ihrer Kindheit Lieder und Geschichten – beides überwiegend vor phantastischem Hintergrund; die Geschichten ernst, die Lieder mit einem ironischen Augenzwinkern, tiefschwarzem Humor und gelegentlichen zeitpolitischen Seitenhieben.

Musikalisch ergänzt werden sie heute durch Kjenjo – Bodhran, Percussions, Gitarre, Gesang – und Peredar – Keyboard, Gesang – zu einem vielseitigen Quartett, das mit traditionellen und modernen Instrumenten, Melodien und Texten mit viel Spaß auf der Bühne Unterhaltung mit Hintersinn bietet. Zu modern für mittelalterliche Musik, zu verspielt für Folkrock, verzichten Lord Landless auf die Suche nach einer passenden Genre-Schublade, sondern definieren ihre Musik kurzerhand als MediEvil Music – Mittelböse Musik – und freuen sich über jede Gelegenheit, diese Philosophie mit der Welt zu teilen.

Verbunden durch die Filk-Szene – Folkmusik mit Elementen aus Science Fiction und Fantasy – schlagen Lord Landless die Brücke zwischen Herzschmerz und Hirnschmalz, um mit deutschen und englischen Liedern den Spaß am Anderssein zu vermitteln.